Landunter
Na das nenn ich mal ein Unwetter. Nachdem ich gerade noch von einem Außendiensttermin halbwegs trocken ins Büro gekommen war, ging praktisch fast die Welt unter.
Vor unserem Büro ist ein riesengroßer Parkplatz. Der Stand ein paar Minuten später unter Wasser.

Das war aber bei weitem noch nicht Höchststand. Irgendwann ist so ein schnittiger flacher Bens mal eben liegen geblieben. Anscheinend hat er das Wasser im Motorraum nicht vertragen. Roller streiken ab einer gewissen Wasserhöhe übrigens auch!! Ein paar Jugendliche haben irgendwann die Schuhe ausgezogen und die Hosen hochgekrempelt um da durch zu kommen. Die standen fast knietief im Wasser.
Das unzählige Leute bei uns anriefen, weil die Keller voll Wasser liefen brauch ich wohl nicht erwähnen!
Nur gut, dass meine Mupfel auf einem höher gelegenen Parkplatz auf der anderen Seite stand und ich da halbwegs trockenen Fußes hinkam.
Sonst sieht man ja sowas immer nur im Fernsehen
Gedankenkiste #1
- Warum finden mich alte Männer so toll (also ich meine richtig alte… so ab 70 aufwärts… die würden mich am liebsten adoptieren)
- Warum weiß ich nicht, was ich machen soll?
- Warum können sich Männer nicht entscheiden?
- Warum dauert es so lange Mr. Jackson einzubuddeln?
- Warum schmecken die ersten Himbeeren der ersten Schale besser als die letzten der zweiten Schale?
- Warum sind Makler so reaktionslahm?
- Warum habe ich nach einmal Grillen immer mindestens zwei Tage Bauchweh?
- Warum sind gute Bücher immer so kurz?
- Warum bin ich morgens soo müde, dabei bin ich abends topfit?
- Warum mag ich gerade nicht reden?
- Warum habe ich auf einmal diese Verlustängste?
- Warum würde ich am liebsten schreien?
- Warum bin ich gerade so gerne alleine?
- Warum ist der Sprit immer dann günstig, wenn mein Tank voll ist?
- Warum kann ich nicht zufällig finden, was ich nicht suche?
- Warum fehlt mir der Glaube? (also nicht DER Glaube)
- Warum fühlt es sich gerade nicht gut an?
verblüfft
Endlich bin ich wieder zuhause auf meiner Couch. Man sieht der Straße, in der ich wohne nicht mal mehr an, dass hier zweit Tage Party war und mein Wochenende in der Heimat war sogar richtig schön!!!
Außerdem war es verblüffend, hatte ich doch zwischendurch immer wieder die Befürchtung, dass meine Mutter von Aliens entführt und ausgetauscht wurde… manchmal hab ich mich regelrecht gefragt, wer diese fremde Frau ist…
Zum Beispiel als sie sagte “Ich wollte doch morgen grillen… frag doch M. ob er auch herkommen will… es ist genug da!”
Ok, natürlich kennt meine Mutter M. schon sehr sehr lange, immerhin haben wir uns vor 22 Jahren kennengelernt, waren ein Jahr später ein paar und sind 5 Jahre zusammen geblieben. Und ab und an begegnet man sich halt in so einer Kleinstadt. Vor Kurzem hat er auch ein Auto bei meinen Eltern gekauft… aber so lange ich denken kann, ist es noch nie passiert, dass meine Eltern jemanden der “nur” ein Freund ist (also nicht Partner *g*) zum Essen oder was auch immer eingeladen.
Klar wissen sie, dass wir praktisch jeden Tag Kontakt haben, aber sie wissen auch genau, dass wir eben “nur” sehr gute Freunde sind.
Als ich dann noch ein Problem ansprach, bei dem ich eigentlich erwartete, dass es struwlige Ohren geben könnte, waren die total entspannt und haben sich da überhaupt gar keinen Kopf gemacht…
Es gab nicht mal Geschimpfe, dass ich andauernd unterwegs bin… auch keine Nachfragen a la “Ist Deine Wohnung in Ordnung?”, “hast Du aufgeräumt?”, “Hast Du Dein Bett gemacht?” Selbst über mein obligatorisches Nichtfrühstückenwollen, Direktnachdemaufstehenrauchen und die übliche Flucht direkt nach dem Aufstehen zum Bruderherz, weil es dort Kaffee gibt, hat keinen der üblichen Kommentare ergeben…
Ich glaub die werden alt *g*
Jedenfalls war es superschön, die Mupfel ist geputzt, die Nägel sind frisch (ich muss mich morgen nur konzentrieren, dass ich nicht auf den zu erwartetenden Spruch der Kollegen “Du hast ne Spinne auf der Hand” reinfalle *g*), bei M. haben wir uns einen schönen Abend, mit Auflauf, einem Film und Musik-DVD’s gemacht, heute morgen Bruderherz’ neues Tattoo bewundert (megageil!!), danach Terrasse gefegt und Grillmittag vorbereitet, danach zu J. in den Ruderclub und da entspannt auf der Terrasse am See in der Sonne gesessen und geschnackt…. und jetzt totale Ruhe auf der Couch!! Gleich noch eine erholsame Dusche und dann ein bisschen schmökern im Bettchen….
Die nächsten Wochenenden haben sich auch wie von selbst verplant. Im Programm sind ein Supertramp-Abend im Fischereihafen, Geburstage, ein Oldtimermarkt, die Zauberflöte…
life is great!!
So
ich bin dann mal auf Reisen *g*
Musiksommer
In dieser stadt gibt es eine richtig schöne Erfindung. Den Musiksommer im Fischereihafen.
Heute war ich zum ersten mal da. Total schön, man sitzt gemütlich vor einem der kleinen Restaurants in der Sonne, oder alternativ am Hafenbecken, kann ausgesprochen gemütlich was essen und trinken wenn man will, die Stimmung ist klasse, endlich mal so richtig schön!! Zumal ich ja hier in Casa Tuffelchen nirgends in der Sonne sitzen kann (aber ich find Casa Tuffelchen trotzdem toll *gfg*)
Also hatte ich mich heute S. und L., den frisch getrauten, überreden lassen, mich dort mit ihnen zu treffen. Die beiden haben ein wenig von der Hochzeit erzählt, es gab traumhaftes Bruchetta… cool!!
Nur kann ich mich jetzt nicht entscheiden, zu welchen Veranstaltungen ich noch möchte. Supertramp ist praktisch Pflicht, Beatles muss nicht sein, Phil Collins könnte auch richtig gut werden, MMW muss ich überhaupt gar nicht haben, und PUR wäre eine Stimmungsfrage…. ich hoffe das Wetter bleibt so, dann sonne ich mich zukünftig nach der Arbeit im Fischereihafen *g* Mal gucken, ob sich noch nette Begleitung locken lässt… ich glaub ich muss mal simsen *g*
Achja, gestern hatte ich Besuch von AM. Irgendwie wird die arme gerade vom Pech verfolgt. Erst die Sache mit der Schwangerschaft und jetzt kann die Firma, bei der sie gerade vor einem Monat angefangen hat, den Lohn nicht zahlen. Arme Maus, hoffentlich reisst die Pechsträhne endlich wieder ab!!!!
Achja, das Wochenende wird wahrscheinlich relativ blogfrei… Tuffelchen flüchtet vor 48 Stunden Dauerbeschallung durch Hard-Rock-Cover-Bands… aber ich zwitscher dann mal *g*
Aber morgen bin ich ja noch hier *g*
Irgendwie
ist gerade wieder viel los… bin viel zu müde zum bloggen… erzähl ich dann morgen!!
Verfahren
Ich hab mich verfahren… also nicht geografisch, sondern eher im Kopf. Ich hatte einen dienstlichen Termin etwas weiter weg. Weil er länger dauern sollte bin ich alleine gefahren, so konnte ich direkt nach dem Termin hin wo immer ich hin wollte.
Auf dem Weg zu dem Termin kam ich dann nach langen Jahren über eine Strecke, die ich früher sehr häufig gefahren bin. Das war schon ein bisschen komisch… weil irgendwie fühlte sich das an, wie in einem anderen Leben.
Nach dem Termin wollte ich dann einen Abstecher zu einem Freund machen und mir nen Kaffee abholen. Leider klappte das zeitlich nicht, also habe ich einen Weg nach Hause genommen, den ich ebenfalls vor vielen Jahren regelmäßig gefahren bin…. und schwupps landete mein Kopf in einer Vergangenheit, die lang vergessen schien.
Lang verheilt geglaubte Wunden rissen auf und Bilder der Vergangenheit warfen mich aus der Bahn…
Der Rest des Heimwegs war tränenreich… und nun sitze ich hier in meiner Gegenwart… körperlich… der Weg, den der Kopf auf der Reise von der Vergangenheit in die Gegenwart zurücklegen muss, ist offenbar wesentlich länger….
Ich bin dann mal im Gedankenkarussel
Extremcouching
Zwei Tage Extremcouching sind rum und waren wohl auch dringend notwendig. Auch wenn ich eigentlich einiges schaffen wollte. Aber die Migräne meinte gestern, dass Hausputz unangebracht wäre und das Sofa der richtigere Platz für mich war.
Naja, ist ja auch kein Wunder. Da sagen die superschönes Wetter voraus und vergessen, dem Wetter bzw. Petrus Bescheid zu geben. Man konnte die Luft hier förmlich schneiden und von Sonnenschein konnte keine wirkliche Rede sein.
Heute war es dann etwas besser und ich hab mich zumindest mal auf den Weg zu L. gemacht und da nen Cappu getrunken. Zumindest ist der Kopf wieder gut und so kann es morgen wieder richtig los gehen. (War ja schließlich für mich ein laanges Wochenende *g*)
Also allen einen guten Wochenstart inkl. Sonnenschein!!!!!!!!
Leben in Lichthöfen
Wer schon mal in einer Altstadt gelebt hat, der hat bestimmt schon seine Erfahrungen mit Lichthöfen gemacht. Also diesen schmalen dunklen Schächte zwischen zwei Häusern, die angeblich Licht in die hinteren Zimmer bringen sollen. Ok, das tun sie auch, aber eher unwesentlich.
Dafür zwingen sie einem manchmal Einblicke in das Leben anderer Menschen auf, die selbst einer Else Kling zu viel wären.
Casa Tuffelchen ist mit zwei Lichthöfen gesegnet. Der eine grenzt an die Küche, was kein wirklich schöner Ausblick ist, und der zweite an das Bad und das Schlafzimmer.
Der Lichthof am Küchenfenster ist eher für visuelle Merkwürdigkeiten zuständig. So ein Lichhof ist, vor allem wenn das Haus so hoch ist wie dieses und der Lichthof so schmal, eigentlich zu nichts zu gebrauchen. Zwar gibt es auf der Seite auch Balkone, aber die taugen allenfalls zum Parken der Mülltonne und des Leergutes. Trotzdem finde ich unter meinem Küchenfenster immer wieder kleine Kuriositäten. Manchmal auch größere *g*
Von einem Teppich über Euromünzen, Wäschestücke, Dessous, Rosen an Wäscheklammern, Arabertüchern und diversen anderen Dingen, findet man irgendwie immer alles irgendwann. Nach und nach verschwinden die Dinge dann auch wieder. Vermutlich klettert regelmäßig jemand aus dem Treppenhausfenster und sammelt alles wieder ein.
Der zweite Lichthof ist wesentlich unangenehmer. Das mag daran liegen, dass ich mehr Zeit im Schlafzimmer bei geöffnetem Fenster verbringe als in der Küche, kann aber auch mit der wesentlich anderen Klientel der Hausbewohner des Nachbarhauses zusammenhängen.
Als ich vor fast einem Jahr hier eingezogen war, war es besonders unangenehm. Offenbar musste sich ein Nachbar einer Chemotherapie unterziehen. Die Folge war, dass er regelmäßig nachts an den entsprechenden Nebenwirkungen litt und sich stundenlang massiv übergeben musste. Mindestens genauso unangenehm war, wenn sein Pflegedienst da war. Offenbar hatte der Nachbar, scheinbar ein älterer Herr, extreme Schmerzen. Oft schrie er, wenn er gewaschen wurde und in einer Nacht rief er sogar um Hilfe. Dabei war klar zu hören, dass jemand bei ihm war und beruhigend auf ihn einzureden schien. Angst hat es mir trotzdem gemacht. Ich hab wirklich darüber nachgedacht, ob der von dem Pfleger mishandelt wurde…
Irgendwann hörte man jedenfalls nichts mehr von ihm und ich hab mich manchmal gefragt, ob der wohl gestorben oder in einem Pflegeheim ist. Offenbar lebt er doch noch. Auch wenn es ihm noch nicht wesentlich besser zu gehen scheint. Jedenfalls höre ich ihn wieder häufiger nachts wenn jemand bei ihm ist und sich um ihn kümmert.
In den Nächten an den Wochenenden ist die Hauptzeit für Beziehungsprobleme aller Art. Da diskutiert dann morgens um 4 eine Mutter mit ihrem offenbar schon recht erwachsenen Sohn, ob sie ihren Freund rauswerfen soll und dass der die Wohnungsschlüssel abgeben soll. Eine Woche später kann es auch mal sein, dass sie plötzlich sogar den Sohn rauswerfen will.
Man kriegt auch mit, wie oft der Nachbar von ganz oben, der mehrmals am Tag verschiedene Frauen trifft, mit den Mädels in der Kiste landet. Zum Frühstück scheint aber keine zu bleiben.
Normale Gespräche registriert man zum Glück nur als leises Murmeln. Trotzdem bin ich manchmal froh, dass ich diese Nachbarn allenfalls von der Stimme her kenne, aber kein Gesicht dazu habe. Ich glaube, wenn ich denen sonst auf der Straße begegnen würde, könnte ich mir manchmal ein breites Grinsen oder einen roten Kopf kaum verkneifen.
Achja, jeden Sonntag werde ich von Geräuschen geweckt, die eine Mutter macht, wenn sie für Ihre Kinder den Frühstückstisch deckt. Das klingt dann heimelig und wenn die Kinder aufstehen und “Guten Morgen Mama” rufen ist es meistens für mich Zeit aufzustehen.
Kennt Ihr auch solche Lichthofgeschichten?
[ohne Titel]
Farrah Fawcett ist tot, Michael Jackson ist tot ….
und mir ist auch nicht gut ….

