Tuffelchen's Weblog

oder was das Schicksal macht, während ich Anderes plane!

An einen Freund

 Drei Jahre kennen wir uns nun schon und wir bezeichnen uns gern als bester Freund/beste Freundin.

Aber in den letzten drei Jahren hast Du Dich sehr sehr verändert. Und das nicht zu Deinem Besten!!

Zwar sagst Du anderen Menschen gerne direkt ins Gesicht, was Du denkst und was sie falsch machen, aber einstecken, wenn es jemand anderes bei Dir macht ist nicht so wirklich Deine Sache.

Eigentlich würde ich Dir sehr gerne mal was sagen. Nämlich, dass Du auf einem falschen Weg bist.

Als wir uns kennenlernten warst Du aktiv, unternehmungslustig und bist rausgegangen…. wir waren auf dem Weihnachtsmarkt, sind ins Restaurant gegangen, ins Kino, in die Stadt um einen Kaffee zu trinken, zum Shopping.

Heute verlässt Du Deine Wohnung eigentlich nur noch zum Einkaufen und um Deinen Vater zu besuchen.

Du nennst es leben, aber Du lebst nicht… Du vegetierst.

Du bist ständig krank… bei Krankheiten, mit denen jeder andere eine Woche zuhause ist, bist Du sechs Wochen krankgeschrieben. Wenn nicht länger. Du liegst zuhause auf Deiner Couch, guckst Filme ohne Ende und horchst in Dich hinein. Du horchst darauf, wo etwas zwickt oder ziept und was dafür die Ursache sein könnte.

Du sagst mir, dass ich ein gravierendes Problem habe, weil ich ständig unterwegs bin, mich mit Freunden/Innen treffe, Besuch habe oder am Telefon hänge. Aber ich denke, was ich zu viel haben (Freunde, Unternehmungslust) hast Du entschieden zu wenig.

Sicherlich ist mein Lebenswandel derzeit suboptimal, aber Deiner ganz gewiss auch. Und ich denke Du schadest Dir mehr als ich mir.

Ich mache mir Sorgen um Dich. Ich hab Dich nämlich sehr gern.

Ich hatte die Hoffnung, dass die angefangene Therapie etwas entscheidendes ändert, aber das hat sie nicht.

Inzwischen bin ich sogar sicher, dass Du zeitweise lügst um Verabredungen nicht einhalten zu müssen.

Und das, was Deine Ex über Dich erzählt hat war zwar ganz sicher maßlos übertrieben, aber ich habe keinen Zweifel mehr daran, dass ein Funken Wahrheit dabei war.

Du sagst, diese Stadt hat Dir kein Glück gebracht und Du würdest gerne woanders hingehen. Aber auch woanders hängt es allein an Dir, ob Du glücklich wirst oder nicht. Der einzige, der an Deinem Leben etwas ändern kann bist Du. Aber Du redest Dir ein, dass Du alles richtig machst und nur alle anderen etwas falsch machen. Leider ist es in der Realität eher selten der Fall, dass ausgerechnet alle anderen einen Fehler machen. Und das Leben findet nicht im DVD-Regal statt… sondern draußen auf der Straße. Dort bekommst Du neue Eindrücke, lernst neue Menschen kennen und erlebst etwas.

Ich nehme mir das Recht heraus zu beurteilen, dass Du offensichtlich krank bist. Ich beurteile es, weil ich diese Krankheit einst auch hatte. Keine Krankheit, die Du ausschließlich mit Medikamenten sondern durch Therapie und durch Taten besiegen kannst.

Kämpfe endlich!!

8. Dezember 2009 Verfasst von tuffelchen | Gedankengänge | , , , | 5 Kommentare

Hier spukts!

Ich wohne ja hier in einer Altbauwohnung. Das Haus wurde irgendwie während oder kurz nach dem ersten Weltkrieg gebaut. Und da das Haus relativ nah am Wasser/Hafen steht, steht es natürlich auch nicht mehr ganz grade.

Dadurch haben die Türen die Angewohnheit, dass sie entweder zufallen oder aufgehen. Das ist bei der Badezimmertür sehr unpraktisch. Immerhin stehen dort die Katzentoiletten und da meine vierpfotigen Mitbewohner zum Glück nie gelernt haben, wie man Türen öffnet, habe ich vor der Tür einen ziemlich massiven Türstopper.

Ab und an habe ich mich immer schon gewundert, warum die Tür im Laufe des Tages immer weiter offensteht und der Türstopper immer weiter rutscht. Eigentlich bin ich immer davon ausgegangen, dass die Katzen ihn einfach nach und nach immer weiterschieben. Wäre ja auch nicht schlimm…  Hauptsache sie fällt nicht zu!!

Ab und an kann man sogar hören wie die Tür weiter aufgeht. Weil der massive Türöffner dann über die Fliesen schubbert. Aber auch dann habe ich immer nur vermutet, dass eine Katze auf dem Weg ins Bad oder auf dem Rückweg ist.

Bis Sonntag!! Während ich mich an Kaffee 2.0 festhielt und bei dem Versuch wach zu werden meine Emails durchsah hörte ich wieder das Geräusch, das der Türstopper verursacht, wenn er über die Fliesen rutscht.

Aber es war mit Sicherheit keine der Katzen. Die lagen nämlich alle in Sichtweite und schliefen den Schlaf der Gerechten.

Ab und an geht auch einfach die Tür vom Gäste-WC auf…  auch wenn sie richtig zu war….  

Stellt sich nur noch die Frage, wer hier spukt….  

 

17. November 2009 Verfasst von tuffelchen | Alltag, Gedankengänge | , , , | 6 Kommentare

Wiedergefunden

Am Wochenende war ich bei meinen Eltern und habe mal wieder einige meiner eingelagerten Kartons durchgeschaut. Vieles ist in den Müll gewandert, einiges auf die Zu-Verkaufen-Liste gewandert und einiges ist in andere Kartons umgezogen weil ich mich einfach nicht davon trennen mag.

Unter anderem viel mir eine alte Keksdose in die Hände. Es ist eine von zwei Dosen aber die andere hab ich noch nicht gefunden. Jedenfalls ist diese Dose voller alter Briefe. Die sind alle so zwischen 25 und 20 Jahre alt.

Lang lang ist’s her. Damals, vor so ca. 25 Jahren, als noch keiner einen PC hatte und niemand etwas über Internet, Emails, Chat oder sonstwas wußte. Ja wir hatten das wirklich schwer in unserer Jugend. Wenn wir mit fremden Menschen kommunizieren wollten war das ganz schön aufwendig. Nicht nur, dass man fremde Menschen die weiter weg lebten nur schwer kennenlernen konnte, das ging meist nur über Umwegen weil irgendjemanden jemanden kannte der jemanden kannte…   Nein!! Wir mussten damals tatsächlich mit Stiften, Füllern oder Kulis schreiben. Ich meine so richtig auf Papier!!! Nix mit Monitor und so….  neee neeee *kopfschüttel*   Damals gab es junge Mädchen (ich war mal richtig richtig jung *lach*) wie mich, die sich sogar extra buntes Briefpapier kauften.  Damals war das sogar so, dass man, wenn man zu viele Rechtschreibfehler gemacht hatte, alles noch mal abgeschrieben hat damit es hübsch aussieht…  und dann musste man das beschriebene Papier in einen Papierumschlag stecken und ein kleines buntes Bildchen daraufkleben. Da stand ein Preis drauf und den durfte man nicht abmachen :-D    und wenn man das alles soweit hatte musste man sich auf sein Fahrrad schwingen zu so einem gelben Kasten bringen und das da reinstecken. Damals dauerten Nachrichten an Freunde noch drei oder vier Tage…  da war nix mit auf „senden“ klicken und ein paar Minuten hat der andere die Nachricht in der Mailbox. Ja DAS waren noch Zeiten!!!

Damals hatte man keine Chat-Freunde oder Twitter-Freunde sondern Brieffreunde.

Ich hatte damals als Teenager eine Menge Brieffreunde von überall… 

Aber die erste und längste Brieffreundschaft hatte ich mit einem Mädel aus der damaligen DDR. So eine Brieffreundin zu finden war gar nicht so einfach. Aber meine damals beste Freundin und Sitznachbarin in der Schule hatte eine Brieffreundin im Osten. Und die war die ältere Schwester meiner Brieffreundin.

Und so gingen die Briefe hin und her und man erzählte sich alles mögliche, schickte Pakete und Fotos und hatte immer ein bisschen Angst, ob wohl alles angekommen ist.

Als die Mauer fiel ist meine Brieffreundin mit ihrer Schwester in den Westen gekommen, hat einen Soldaten der US-Army kennengelernt und ist mit ihm in die Staaten gegangen. Eine Weile später haben wir uns dann aus den Augen verloren. Ich war zig mal umgezogen, sie wahrscheinlich auch und irgendwann war man so mit Leben beschäftigt, dass zum Briefe schreiben keine Zeit mehr war.

Ich hab oft an dieses Mädel gedacht und mich immer mal wieder gefragt, was wohl aus ihr geworden ist.

Und so habe ich am Wochenende die Keksdose mit den Briefen eingepackt und mit zu mir genommen. Habe in den alten Briefen gelesen und einfach mal ihren Namen im www eingegeben. Und tatsächlich habe ich ungefähr 5 Minuten später auf Facebook wiedergefunden!!!

Diese Technik grenzt fast an ein Wunder und ich habe mich riiiiesiiiig gefreut, dass R. wieder in mein Leben getreten ist. Mehr oder weniger. Auf jeden Fall hoffe ich, dass wir den Kontakt wieder ausbauen und aufrechterhalten können. Es ist schon erstaunlich, über was wir damals alles geschrieben haben. Ich hab sogar noch alte Fotos von ihr. Und sie sieht noch fast so aus wie damals… zumindest hab ich sie auf ihrem Facebook-Foto gleich wiedererkannt.

Ich muss mal gucken wie weit die Zeitverschiebung zwischen hier und da ist. Richtig chatten geht wohl nur am Wochenende. Ich denke wenn ich schlafen gehen muss steht sie gerade auf. Oder so…  aber auf jeden Fall bin ich wahnsinnig darauf gespannt, wie es ihr in den letzten Jahren ergangen ist.

Dabei ist mir aufgefallen, dass ich damals auch eine Brieffreundin in Berlin hatte… ob sich die auch wiederfinden lässt?

17. November 2009 Verfasst von tuffelchen | Alltag, Gedankengänge, Lebensfreude | , , , , | 5 Kommentare

Keiner da

See-Speak-Hear-Monkey-

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dies ist ein sich selbst veröffentlichender Post…  hier ist niemand…  nee, ich auch nicht…  keiner….

9. November 2009 Verfasst von tuffelchen | Alltag, Gedankengänge | | Noch keine Kommentare

Hallo Blues

Ach, da bist Du ja wieder. Eigentlich hatte ich Dich ja schon erwartet. Aber Du kommst eigentlich trotzdem ungelegen. Ich hatte ja fast gehofft, dass ich Dich dieses Jahr verdrängen könnte oder Du anderweitig beschäftigt bist.

Dann sag mal langsam Bescheid, warum Du da bist…  naja ich kann es mir schon denken…. 

Aber heute lass mich wenigstens noch schlafen und morgen ein paar Sachen erledigen…  ich hab echt keine Lust auf Dich und eigentlich keine Zeit…

Warum kannst Du mich nicht einfach im wörtlichen Sinne zufrieden lassen?? Es ist doch eigentlich – fast – alles gut…  aber Du blöde Nuss musst mich ja mal wieder meiner Illusionen berauben und mir erzählen, dass es das nicht ist…  dabei ändert das überhaupt nichts…

Blues ist doof, SO!!

8. November 2009 Verfasst von tuffelchen | Alltag, Gedankengänge | , , | Noch keine Kommentare

Heute vor einem Jahr

  • warst Du an meiner Seite, während sie unter meinem Fenster stand
  • hast Du mir eine ganze Nacht geschenkt
  • hast Du Dich vergewissert, dass ich wirklich bereit wäre mit Dir Casa Tuffelchen zu teilen
  • haben wir uns wie Ertrinkende aneinander geklammert
  • wäre fast ein Traum in Erfüllung gegangen
  • zerplatzte am nächsten Tag ein großer Traum

Und es tut noch immer weh… nicht immer aber oft. Und besonders heute.

Ich wünschte Du würdest daran denken, was heute vor einem Jahr war!

27. Oktober 2009 Verfasst von tuffelchen | Alltag, Gedankengänge | | 6 Kommentare

Wie frau es macht…

 …macht sie es verkehrt.

Ok, ich hab es schon vor langer Zeit aufgegeben, es allen recht zu machen. Das geht sowieso nicht und macht auch noch dazu keinen Spaß!!

Aber manchmal krieg ich echt nen Fön!!!

z.B. Frau Mamaa…  Jahrelang lag sie mir in den Ohren ich solle mir doch bitte bitte die langen Haare abschneiden lassen. Mit kurzen würde ich doch viel flotter und schicker aussehen. Und kramte dabei irgendwelche alten Fotos raus. „Guck mal, da sahst Du so jugendlich und frech aus…“  „Ja Mama, da war ich auch 20 Jahre jünger als heute!!“

Ich mag ja kurze Haare auch. Eigentlich waren meine auch nur lang, weil der Typ mit dem ich verheiratet war das gerne hatte. Und meine Haare sind für richtig lange Haare auch nicht geeignet weil zu dünn und fisselich.

Also kamen Anfang des Jahres die kaputten langen Haare ab und wichen einer sportlich frechen Kurzhaarfrisur…   und was kommt jetzt von Frau Mamaa??? „Die sind aber sehr kurz. Meinst Du nicht, dass es besser wäre, wenn Du sie etwas wachsen lässt?“

AAAAAARRRRRRGGGGGHHHHHHHH!!!!!!!!!!!!!!!!

Oder als zweites Beispiel: Jedes Mal wenn ich zuhause saß und Trübsal geblasen habe weil ich alleine durch’s Leben gehe und mir der Mann an meiner Seite fehlt kamen eine Million gute Ratschläge. Und eben auch unzählige Aussagen nach dem Motto: „Du hast es doch total gut. Genieße Deine Freiheit!! Du kannst tun und lassen was Du willst und musst niemandem Rechenschaft ablegen.“

Muss ich erwähnen, dass ich das in erster Linie – aber nicht nur – von Menschen gehört habe die in irgendeiner Form von Partnerschaft gebunden sind?

Jetzt wo ich das Single-Dasein genieße wie noch nie zuvor und oft im Scherz sage, dass ich für einen Mann/eine Partnerschaft eigentlich gar keine Zeit habe, weil ich ja soviel unterwegs bin und immer was auf’m Zettel hab. Und wo ich selber sage ich liebe meine Freiheit und kann tun und lassen was ich wann will…  in jeder Beziehung. Und jetzt wo ich feststelle, dass ich anfangs sicher ein arges Problem hätte, wenn ich mich diesbezüglich einschränken müsste weil da ein Mann/Partner ist, der Ansprüche an mich stellt und Zeit mit mir verbringen will….

Jetzt kommen all die und sagen „Sooo kann man das ja auch nicht sehen. Und überhaupt, dass ist ja total egoistisch… ich müsste ja auch weiterdenken. Und überhaupt, irgendwann würde ich das mit dem Anlehnen und Kuscheln ja auch vermissen.

Also jetzt mal gaaanz deutlich für alle:

  • Ja ich vermisse das Anlehnen und Kuscheln manchmal.
  • Ja verdammt, ich bin egoistisch und ich bin es gerne!!!!
  • Nein, ich tu damit keinem weh… ist ja keiner dem ich damit weh tun kann.
  • Ja, ihr seid neidisch und das weiß ich.
  • Ja manchmal, aber nur ganz ganz selten bin ich auf Euch neidisch!
  • Ja, irgendwann wird einer in der Tür stehen für den ich diese Freiheiten freiwillig und gerne aufgebe.
  • Nein, ich habe kein schlechtes Gewissen für die Art wie ich lebe. Warum sollte ich?

 Alles das, was ich jetzt erlebe kann mir niemand nehmen!!!!

Eigentlich fällt mir dazu nur folgendes ein:

21. Oktober 2009 Verfasst von tuffelchen | Alltag, Gedankengänge | | 13 Kommentare

Angstfrei leben

Wenn ich so zurück blicke, was ich in den letzten Tagen häufiger tue, dann staune ich darüber, was für Dinge ich heute machen kann, die ich mir vor Jahren nicht mal hätte träumen lassen.

Es ist erschreckend festzustellen wie sehr man in sich selbst gefangen sein kann. Und wie sehr Angst fesseln kann.

Wer hier intensiver gelesen hat weiß vielleicht schon, dass ich viele Jahre an einer Angststörung gelitten habe. Nur durch Zufall und viel Feingefühl wurde irgendwann die Diagnose gestellt und ich konnte neue Wege beschreiten um zu lernen diese Angst zu bekämpfen.

Zeitweise war es so schlimm, dass ich nicht mal in der Lage war einkaufen zu gehen. Und trotzdem hat in meinem Umfeld niemand gemerkt, was eigentlich los war. Angstpatienten sind fantastische Schauspieler!!

Spontane Unternehmungen waren praktisch gar nicht möglich. Ich brauchte für alles wenigstens zwei Tage um mich seelisch darauf vorzubereiten. Und wenn mir vor zehn Jahren jemand gesagt hätte ich sollte nach Berlin fahren…. OMG…  völlig undenkbar. Kino?? Ging gar nicht!! Essen gehen?? Nur an guten Tagen. Extremshopping?? Undenkbar!! Jeder Weg nach draußen war unermesslicher Stress. Schon wegen der Angst vor der Angst.

Wenn ich heute unterwegs bin und viele Dinge zum ersten Mal mache, dann denke ich oft daran, wie schrecklich ich das alles früher gefunden hätte. Gleichezeitig beobachte ich die Menschen um mich herum bewußter. Oft registriere ich im Supermarkt Menschen, die ähnliche Verhaltensweisen an den Tag legen wie ich früher… denen ich anzusehen glaube, dass sie ein ähnliches Problem haben wie ich früher. Und denen ich gerne sagen möchte: Mach was!! Nehm Dein Schicksal in die Hand und kämpfe dagegen an. Es ist es wert!!

Auf der anderen Seite bin ich oft dankbar, dass ich diese Krankheit in einem Umfeld hatte in dem es mehr Ausweichmöglichkeiten gab.

Mit dieser Krankheit z.B. in Berlin zu leben stelle ich mir um ein vielfaches schlimmer vor, als da wo ich aufgewachsen bin. Auf der anderen Seite hätte ich den Kampf gegen die Krankheit vielleicht eher aufgenommen….  aufnehmen müssen. Eine Panikattake in der S- oder U-Bahn wäre die Hölle gewesen.

Und dann erfüllt mich unendliche Dankbarkeit, dass ich all das heute machen kann. Dass ich unglaublich viele Dinge zum ersten Mal gemacht habe ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass ich vor irgendetwas Angst haben müsste. Wobei die Ängste die Angstpatienten haben in der Regel ja irreale Ängste sind.

Die Funktion, die einem Angst vermittelt ist ja durchaus sinnvoll. Schwierig wird es, wenn diese Angst ausgelöst wird obwohl es keine Gefahr gibt. Wobei wir hier Todesangst reden. Von Panik, Schweißausbrüchen und einem fast unbezwingbaren Fluchreflex. Diese Ängste hatte ich 16 (!) Jahre lang… mit 16 fing es an…  mal mehr mal weniger… meistens mehr… 

Ich kann nur jedem raten, der diese Ängste in mehr oder minder schwerer Stärke jemals erlebt hat, tut etwas dagegen. Das Leben kann sooooo schön sein wenn man unbeschwert durch das Leben geht… 

Und eigentlich ist es ganz einfach…  und es gibt keinen Grund für Angst vor dem angstfreien Leben!!

18. Oktober 2009 Verfasst von tuffelchen | Alltag, Gedankengänge | , , , | 5 Kommentare

Wenn ich tot bin

 

Falls mich jemand sucht, ich geh baden….  in Selbstmitleid :-(

13. September 2009 Verfasst von tuffelchen | Alltag, Gedankengänge, Songtexte die mir etwas bedeuten | , , , | 4 Kommentare

Wege kreuzen und trennen sich #2

Wieder einmal ringe ich mit mir. Fahr ich oder fahr ich nicht.

Morgen sollte ich nach HB fahren und mein Patenkind Nr. 2 im Krankenhaus besuchen. Gleichzeitig wollten Ihre Eltern auch dort sein. Wie ich hier schon erzählte habe ich vor rd. zwei Jahren den Kontakt zu meinem Patenkind und meiner Freundin (der Mutter der Kleinen) einschlafen lassen. Genau genommen, wäre er wohl meiner Meinung nach, schon eher eingeschlafen, wenn ich mich nicht ab und an gemeldet hätte. Offenbar sind Dinge schief gelaufen. Vor allem haben Dinge meinen Erwartungen an Freundschaft nicht entsprochen. Immerhin war das zu einer Zeit, als ich versuchte allein in einer fremden Stadt heimisch zu werden, niemanden kannte und mich über einen Anruf oder eine Nachfrage sehr gefreut hätte.

Mein Patenkind kann selbstverständlich nichts dafür und ist an der derzeitigen Situation am unschuldigsten. Und das sie im Krankenhaus liegt tut mir sehr leid und ich bin in Gedanken bei ihr. Aber alleine hinzufahren macht wenig Sinn.  Sie würde mich kaum wiedererkennen (das fällt zeitweise sogar meinen Verwandten schwer *g*).

Nun habe ich mir die halbe Nacht Gedanken gemacht, was der richtige Weg ist und ob ich mich auf den Weg mache oder nicht.

Eigentlich hätte MZ mich gestern noch anrufen wollen um genauer zu besprechen, wann sie und ihr Mann im Krankenhaus auftauchen, aber es ist kein Anruf gekommen. Und da ich nach dem Ikea-Trip noch lange Besuch hatte habe auch ich nicht angerufen.

Statt dessen zermartere ich mir die halbe Nacht das Hirn um zu entscheiden was richtig ist.

MZ und ich waren mal richtig dicke Freundinnen. Aber selbst wenn sie sich jemals gefragt haben sollte, warum ich den Rückzug angetreten habe, dann hätte auch sie in den letzten zwei Jahren anrufen, schreiben oder mailen können um zu fragen was los ist. Es geht mir dabei jetzt nicht darum, wer an irgendwas Schuld hat. Wir haben beide gleich viel oder gleich wenig Schuld, wenn man von Schuld überhaupt sprechen kann. Was ich eigentlich weniger denke.

Aber Freundschaft beinhaltet – meiner Meinung nach – auch Interesse. Und dieses Interesse kommt schon länger als zwei Jahre nicht mehr wirklich in Form von Anrufen oder einem einfachen „wie geht es Dir“. Selbst bei dem Anruf am Donnerstag kam das nicht wirklich rüber. Auch wenn das sicher in erster Linie an der blöden Situation lag.

Nichts desto trotz denke ich, dass es erstmal notwendig wäre zu klären, was man eigentlich voneinander erwartet oder was falsch gelaufen ist. Oder ob man sich einfach missverstanden hat.

Und wenn ich aus meiner Sicht feststelle, dass zwei Jahre lang nichts von der Gegenseite gekommen ist, dann gehe ich davon aus, dass das Interesse auf der Gegenseite nicht da ist. Warum auch immer.

Es ist eine egoistische Entscheidung. Aber wer sollte an mich denken wenn nicht ich. Und ich habe in den letzten Jahren genug Enttäuschungen im Bezug auf Freundschaften gesammelt, dass sie locker noch für 20 Jahre reichen. Und vielleicht ist es an der Zeit zu lernen, nicht immer „hier“ zu rufen, wenn eine neue Enttäuschung nach einem Zuhause sucht.

Es tut mir leid um mein Patenkind. Ich denke nach wie vor oft an sie und frage mich, wie es ihr geht und was die Schule macht, etc. Ich denke auch nach wie vor an ihren Geburtstag und an die Geburtstage ihrer Eltern.  Aber die letzten Jahre haben mich verändert und ich suche oder erhalte Kontakt und Freundschaft nicht mehr um jeden Preis.

Das Leben verändert sich und die Menschen.

Ich werde nicht hinfahren!!! Tut mir leid!!

16. August 2009 Verfasst von tuffelchen | Alltag, Gedankengänge | , , , | 5 Kommentare

Kurzfassung #4

  • Resignation fühlt sich shice an!!
  • Bin gerade mächtig planlos.
  • Ruhe macht mich nervös.
  • Ich bin Gast in meiner Wohnung… zumindest verhalten sich die Katzen so
  • Städteführer sind langweilig oder mir zu teuer
  • Arbeitskollegen, die sich das Rauchen abgewöhnen sind echt launisch
  • Die Arbeit hat sich vor mir versteckt, ich muss morgen aber weitersuchen
  • Mein innerer Schweinhund steht mir massiv im Weg
  • Das Wochenende war zu 75% doof
  • Ich würde gerne was machen…  hab aber keine Lust.
  • Irgendwie ist alles gerade weder Fisch noch Fleisch
  • Ich geh jetzt mal ins Bettchen… vielleicht wird morgen ja besser

10. August 2009 Verfasst von tuffelchen | Alltag, Gedankengänge | , , | 2 Kommentare

Was ist altersgerecht??

Der Begriff  “altersgerecht“ hat für mich eigentlich nur eine Verbindung im Bezug auf altersgerechte Wohnungen. Also so berufsbedingt.

Da aber steter Tropfen den Stein höhlt, mache ich mir immer häufiger Gedanken darüber, was ist für mich altersgerecht. Grund dafür ist, dass meine Frau Mutter unglaublichen Spaß daran hat, mich darauf hinzuweisen, dass meine Art zu Leben jemandem, der auf die 40 zugeht, nicht entspricht. Wobei sie so tut als würde ich morgen 40 werden und nicht erst in über zwei Jahren *g*  Nun weiß ich, dass ihre Sicht der Dinge in dieser Beziehung sicher nicht das Maß aller Dinge ist.  Immerhin ist sie auch der Überzeugung, dass eine Frau Mitte 30 keinen neuen Partner mehr braucht, weil Sex und sowas braucht man in dem Alter ja auch nicht mehr. (Hallo?? gehts noch??)

Trotzdem frag ich mich immer häufiger, ob meine Art, meine Klamotten, meine Ansichten usw. meinem stolzen Alter gerecht sind. Wobei ich mich nicht so alt fühle wie ich bin. Und ich finde ich bin auch sowieso nicht alt…  das werd ich vielleicht in 20 Jahren langsam, aber jetzt doch noch nicht ;-)

Während ich mir so meine Gedanken gemacht habe, habe ich festgestellt, dass es sehr schwer ist, entsprechende Vergleiche zu ziehen. Es gibt Frauen in meinem Alter, die könnten vom Gesamteindruck her locker 10 Jahre jünger sein und es gibt welche (und davon sogar sehr viele) die könnten auch locker 15 Jahre älter sein als ich.

Womit ich der Lösung dieser Frage irgendwie keinen Schritt näher komme. 

Wenn ich Freunde oder Freundinnen zu dem Thema frage kommt meistens als Antwort, ich solle doch so bleiben wie ich bin. Und das ist mir irgendwie schon die liebste Antwort. Auf der anderen Seite würden die, die mich gern haben kaum antworten ich solle langsam mal die Rüschenbluse und Faltenröcke oder ein Kostüm in meinen Schrank packen. Aber ich hoffe, so weit kommt es nie!!!!!!!!!!! 

2. August 2009 Verfasst von tuffelchen | Gedankengänge | , , , | 3 Kommentare

Licht

22. Juli 2009 Verfasst von tuffelchen | Gedankengänge, Songtexte die mir etwas bedeuten | | Noch keine Kommentare

Morjen

20. Juli 2009 Verfasst von tuffelchen | Alltag, Gedankengänge | | Noch keine Kommentare

[ohne Titel]

19. Juli 2009 Verfasst von tuffelchen | Gedankengänge, Songtexte die mir etwas bedeuten | | Noch keine Kommentare